Großer Möseler 3480 MüM und die Solisten am Berg….

An diesem Wochenende war es wieder soweit. Das Kernteam Roggi, Phurba und ich marschierten los zu unserer Gletschertour auf den Großen Möseler.

Roggi beschreibt in seinem Blog ausführlich die Tour, damit erspare ich mir und euch die Tour zu beschreiben.

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Was meiner Meinung nach noch erwähnenswert wäre ist die Tatsache dass speziell in den hinteren Zillertaler Alpen viele Bergsteiger Opfer von Steinschlag wurden. Ich befürchte das diese Unfälle sich die nächsten Jahre leider häufen werden, und man deshalb so gut als möglich aufpassen sollte. Leider passiert es immer wieder das trotzdem Menschen da oben herumlaufen, die alleine am Gletscher aufsteigen und ohne Helm die Kletterpassagen angehen. Auch die berühmten Sandalen habe ich auf dieser Tour wieder beobachtet….zumindest bis zur Hütte.

Mein Verständnis für solche Menschen wird immer geringer, da sie sich nicht im geringsten mit den Gefahren beschäftigen, sondern einfach drauf losgehen im Wissen dass sie schon irgendwer bergen wird, hoffentlich noch lebend.

Tja, das musste gesagt werden ;o)

Skitouren Tage Branca Hütte 12. April bis 17. April 2013 – Fornigletscher

Gulli, Halltaler, Phurba, Kurtl und ich fieberten seit Wochen diesen Tagen entgegen, immer wieder haben wir uns getroffen und Details besprochen wie es wohl am besten ablaufen würde, was nehmen wir mit, was bleibt zurück, hält das Wetter, ist der Schnee noch gut, tausend Fragen auf die wir bald Antwort haben sollten.

Der Aufstieg zur Hütte ist angenehm, auch wenn der schwere Rucksack sich bemerkbar macht. Das Prozedere auf der Hütte ist schnell erledigt und wir breiten uns im Zimmer aus. Jeden Abend gibt es um 18:30 im Speisesaal das Abendessen, und das ist so einfach wie genial – auf den Tischen stehen Namenskärtchen und erleichtern das sonstige Gedränge ungemein. Es gibt reichlich Nachschläge beim Essen und es schmeckt einfach sehr sehr gut!

Das erste Ziel am nächsten Morgen ist der Punta San Matteo 3679 MüM. Eine kurze Abfahrt und dann geht der lange Anstieg Richtung Süden los, vorbei an Eisbrüchen und verdammt viel unverspurtem Pulver !! Wir gehen gemächlich und lassen viele an uns vorbei ziehen, kurz vor dem Gipfelhang wird der Wind zum Sturm und ziemlich unangenehm, Gulli entschließt sich dazu es hier gut sein zu lassen und ich entscheide mich ihn bei der ersten Tour hier im Sturm nicht alleine zu lassen. Also packen wir beide zusammen und fahren vom bockharten Rücken runter zum feinen Pulver. Der Rest der Abfahrt ist nur Genuss und es ist mir fast unheimlich warum wir soviel Glück haben und unsere eigenen Spuren ziehen dürfen. Auf der Hütte angekommen gibt’s erstmals ein Glücksweizen, dann wird gekramt und gewaschen. Danach in Ruhe noch ein Bierchen, dann ist wieder Abendessen, diese Routine sollte die anderen Tage fast genauso aussehen und wird deshalb nicht weiter erwähnt. Man kann sich hoffentlich vorstellen wie wunderbar relaxt man in der Sonne sitzt und alles auf sich wirken lässt.

Die 2. Tour führt uns auf den höchsten Gipfel auf den Palon del Mare 3703 MüM. Wir gingen auch diesmal absichtlich als eine der letzten, da sich ein kleines Wolkenband am Himmel hielt und wir deshalb keinen Stress hatten, wir rechneten das es später aufreißt und wir feinen Firn auf die Bretter bekommen wollten. Tja so war es dann auch, am Gipfel zuerst noch kalter Wind, plötzlich Windstille und es zeigte sich der wolkenlose Himmel. Das mit dem Firn stimmte allerdings nicht ganz, den vom Gipfelhang fuhren wir noch in feinem Pulver runter bevor wir uns dem Firn widmen konnten. Wir waren für den Rest der Abfahrt quasi alleine und hatten jede Menge Spaß bis wir wieder auf der Hütte ankamen.

Die 3. Tour war südseitig ausgerichtet und wir wussten das heute der Firntag schlechthin sein wird, das Ziel hieß Monte Pasquale 3553 MüM. Der Aufstieg wurde routinemäßig abgespult, wobei der Gipfelhang schon einiges abverlangte, da er sehr steil war! Am Joch zwischen Pasquale und Cevedale diskutierten der Halltaler und Phurba noch ob sie zum Cevedale noch rüberwollten, aber sie ließen es dann doch bleiben. Dann kam die Abfahrt, mir fehlen noch immer die Worte…..Links und rechts von mir Platz ohne Ende, keine Menschenseele weit und breit, außer uns drei (Gulli und Kurtl sammelten frische Kraft in Bormios Therme) und unter den Skiern FIRN, richtiger geiler Butterfirn. Wir fuhren und fuhren und es hörte einfach nicht auf, es war sicherlich die sensationellste aller Abfahrten in diesen Tage auf der Branca Hütte.

Schließlich nahmen wir uns noch den Monte Tresero 3594 MüM am 4. Tag vor, der Aufstieg war diesmal wieder länger und führte uns recht bald in den Sonnenschein, fast keine Gruppe machte sich an diesem Tag in diese Richtung auf, weshalb es eine sehr einsame Tour wurde mit wunderbaren Eindrücken der Gletscherwelt, es galt auch hier 2 sehr steile Hänge zu überwinden und am Schluss einen kleinen Schnapper vor dem Gipfel konzentriert zu bewältigen. Dafür bekam man ein kolossale Aussicht und ein riesiges Gipfelkreuz zu sehen. Die Abfahrt war am letzten Tag sulzig und man brach teilweise bis zum Bauch ein (Kurtl das war ein Traum….). Wir kamen ziemlich weit unter der Hütte an und mussten in der brennenden Sonne den letzten Anstieg für diese Tage auf uns nehmen. Dafür belohnten wir uns mit ein paar extra Bier und einer Runde Monte die ich als GV springen ließ. Der Abend ging fröhlich zu Ende und wir gingen ein wenig später schlafen. am letzten Tag packten wir unsere Sachen (zumindest jene die uns bis dahin nicht gestohlen wurden) und fuhren in herrlichem Bruchharsch zum Auto.

Zwischen den nun notierten Zeilen gab es hunderte kleine Anekdoten, die ich bewusst nicht anführe, da es den Rahmen sprengen würde und nur verstanden würden wenn man dabei gewesen wäre, jedenfalls wurde viel gelacht, nett diskutiert ein bisserl verarscht aber jeder respektiert!

Danke Euch allen für den feinen Skitouren Urlaub.

 

Grossglockner 3798 MüM

Dafür das weder Martin noch Roggi und vor allem ich nicht unbedingt auf die Ramblas der Ostalpen wollte, hatten wir einen recht breiten Grinser als wir wieder beim Auto waren!
Grund für die Besteigung des 2. höchsten Berges ;o) Österreichs war KURTL aus St. Pölten, er wollte rauf und dem Ruf ist außerdem noch Markus gefolgt.
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Wenn man die ganzen Tschechen, Polen, Deutschen, Franzosen, Italiener ausblendet, bleiben gerade mal ca. 200 pro Tag die auf den Gipfel wollen ;o) Scherz beiseite.
Blenden wir mal den bekannten Namen des Gipfels aus und betrachten das ganze als ganz normalen Gipfel – 1550 HM am ersten Tag auf die Erzherzog Johann Hütte, selektiver Anstieg über die Stüdlhütte, mit kleiner Gletscherüberschreitung, ein wenig Gradkraxln und schon ist man 5,5h später auf 3545 Meter und genießt den Ausblick.
Die Hütte ist pumpvoll und entsprechend gestresst das Personal, da tut es gut zum runterkommen wenn man mal zu den Trockenklosetts geht, da ist man richtig froh über die Polypen in der Nase! Wie üblich konnte ich nicht schlafen und habe deshalb in Summe 22476 Schäfchen gezählt bevor ich den ersten Gipfelaspiranten um 04:32 vor der Hütte hörte (Tscheche), allerdings kam wenig später 04:41 die nächste Gruppe (Ruhrpott).
Wir frühstückten verschlafen vor uns hin und hatten noch ein wenig Zeit da wir uns das waschen sparen konnten, wo kein Waschraum da auch keine Katzenwäsche!
Als letzte Seilschaft brachen wir von der Hütte auf, und näherten uns dem Glockner Leitl der mit einem steilem Aufschwung im Schartl endete, danach folgte Blockgrat Kletterei zum Kleinglockner, hier war es dann öfters ganz schön schmal und ausgesetzt. In der Glocknerscharte empfehle ich eine Ampel anzubringen, mit den Symbolen für Bergwärts oder Talwärts in den verschiedenen Sprachen!
Beim Schluss Anstieg gilt es wieder ein wenig zu kraxln und die verschiedenen Bergführer zu grüßen. ABER am Gipfel angekommen (insg. 355 HM) ist man trotzdem ein wenig stolz am äh höchsten Berg Österreichs zu stehen und die unglaubliche Aussicht zu geniessen.
Also es lohnt sich doch für jeden halbwegs ambitionierten Bergsteiger da raufzukrallen, und halb Tschechien auf 1 Hektar anzutreffen.

Nachsatz: Martin du warst Super als Leithirsch am Gletscher und vor allem beim Gipfel Auf und Abstieg!!

Schrankogel 3497 MüM – mit mich

Nachdem ich letztes Jahr bei starkem Schneefall und Nebel beim Hohen Egg wieder umgekehrt bin (siehe Blog Halltaler), und Roggi / Martin sich trotzdem raufgequält haben, hat mich der Gipfel nicht in Ruhe gelassen.

Dafür bin ich am Samstag von Gries 05:40 gestartet um das Drama zu beenden! Es war ein strahlend schöner Tag mit einer Fernsicht die man nicht oft hat. Die insgesamt 1930HM haben sich jedenfalls gelohnt, auch wenn ich eine fette Blase auf der Ferse habe und ein Bergschuh seinen Geist aufgegeben hat. Gehzeit rauf waren 04:10 min und runter 03:50 (Weissbier Pause!)

Es ist tatsächlich ein schöner Zapfen, der alles hat was man so liebt! Man ist sehr weit oben, der Steig ist anspruchsvoll aber trotzdem gut zu gehen, das Wetter ein Wahnsinn. Lustigerweise waren gar nicht soviele Leute auf den Gipfel unterwegs, obwohl lt. Aussage eines Bergsteigers die Ambergerhütte übervoll war. Ich war an diesem Tag die meiste Zeit schön alleine unterwegs, erst ab der Ambergerhütte machten mir 10385 Mountainbiker und 16312 Wandernadelwanderer den Weg streitig, aber ganz egal ich war so entspannt, das mir sogar diese Spezies egal war.

Fazit: man muss nur warten können, der Berg läuft nicht weg….wie üblich im Anhang ein paar Impressionen.

Hochfeiler 3510 MüM – 21. / 22. Juli

Eines ist klar, wenn das Wetter so wechselhaft ist wie derzeit, ist es egal ob man bei 9° fröstelt oder bei -7°! Wir haben uns für das zweitere entschieden. Hat ja auch den Vorteil das man die kurze schneelose Zeit besser überbrücken kann.

Um das ganze verträglicher zu machen, sind wir am Samstag abend auf die Hochfeilerhütte aufgestiegen, haben unsere Speicher gefüllt und am nächsten Tag als erste raus und rauf zum Ziel. Wind, sehr starker Wind (Sturm darf ich nicht sagen lt. meinen 2 Pappenheimern) hat uns von Anfang an begleitet, dafür war das Wetter das gesamte Wochenende in diesem kleinen Eck stabiler als von der “Auskunft Alpinwetter” vorhergesagt, statt 30cm Neuschnee ab ~3000HM waren nur die letzen 150HM ca. 20cm Schnee, Nebel und Graupel im Gipfelbereich machten die Sache auch nicht angenehmer (für mich!). Manchmal hab ich den Eindruck meine 2 Kollegen würden am liebsten bei solchen Verhältnissen nackt rumtanzen…..

Den letzten Kick zum Gipfel hab ich mir gespart, da der Firngrat (4 Meter Angst) bockhart war.

Der Vater der mit seinen 2 Töchtern noch im Aufstieg war (siehe Blog halltaler), wird auch mir lange unvergessen bleiben, denn egal wie fit oder euphorisch man drauf ist, bei Schnee, Wind, Nebel, haben junge Leute die nur mit Sommer Legin, rosaroten/knöchelhohen Söckchen und Turnschuhen ausgestattet sind dort nichts verloren! Die einzig richtige Entscheidung war (und das habt ihr super gemacht), solange auf sie einzureden bis sie bereit waren umzudrehen!

Mehr gibts nicht zu sagen, da ich mich bei solchen Touren immer wiederhole, ja es war GENIAL!